„Ziemlich beste Freunde“ geht humorvoll unter die Haut

bildquelle: staufen-movieplex.de

Bei „ziemlich beste Freunde“ sollte Driss, nachdem er ein halbes Jahr im Gefägnis gesessen hat, einen Job suchen. Er denkt allerdings nicht daran zu arbeiten. So landet er bei Philipp. Der vermögende Philipp ist seit einem Parapigling-Unfall Querschnittsgelähmt und sucht nun einen neuen Pfleger. Driss hat sich beworben und will bloss eine Unterschrift von Philipp, dass er sich beworben hat, aber nicht angenommen wurde. Nur so erhält er sein Arbeitslosengeld. Bereits bei diesem Gespräch fällt auf, dass Driss kein Mitleid hat mit Philipp und ihn behandelt, wie jeden anderen Menschen auch. Philipp gibt Driss jedoch noch keine Unterschrift, sondern bittet ihn, die Unterschrift am nächsten Tag abzuholen.

Als Driss einen Tag später wieder bei Philipp aufkreuzt, wird ihm das ganze Haus gezeigt und erklärt, was seine Aufgabe sein werde. Philipp bietet Driss an, einen Monat zur Probe den Pflegejob auszuüben und sagt, dass er es wohl keine zwei Wochen aushalten werde. Dies weckt den Ehrgeiz bei Driss und er nimmt das Angebot an.

Mit seinem herrlich frischen Humor verschafft er Philipp neue Lebensfreude und gibt ihm neue Hoffnung. Driss geht mit Philipp und seiner Behinderung extrem locker um und zeigt Philipp, dass er auch in seinem Zustand Freude am Leben haben kann.

Es ist richtig schön zu sehen, wie die beiden enge Freunde werden und einander gut tun. Driss beginnt durch Philipp sogar zu malen und ein völlig banales Bild kann Philipp für sagenhafte 11’000 Euro verkaufen. Driss hingegen bringt Philipp erst dazu, mit seiner Brieffreundin zu telefonieren und sie später sogar zu treffen.

Als Driss aus familiären Gründen den Job als Pfleger aufgibt, lässt sich Philipp mehr und mehr gehen. Sein neuer Pfleger kann den Job nicht annähernd so gut ausführen, wie es Driss getan hat. Philipp wird immer verbitterter, was die Hausdame Yvonne dazu bringt, Driss zurück zu holen.

Dieser Film spricht ein heikles Thema an und zeigt auf, wie man Menschen mit einem Handicap am besten begegnet. Obwohl dies ein sehr ernstes Thema ist und eine Querschnittslähmung alles andere als lustig ist, kann man bei diesem Film immer wieder herzhaft lachen. Omar Sy, der Driss spielt, hat einen direkten, ehrlichen Humor. Bei ihm hat man nicht das Gefühl, dass er auf Teufel komm raus lustig sein will, er ist einfach so. Unbeschwert und locker und das kommt wirklich extrem gut an. Es kommt äusserst selten vor, dass ich im Kino hoffe, dass der Film niemals zu Ende gehen soll. Doch von diesem Film konnte ich kaum genug bekommen. Es geht unter die Haut, wie diese zwei, völlig unterschiedlichen Charaktere, beste Freunde werden.

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und läuft zurzeit im Kino. Der Originaltitel lautet „Intouchables“. Nachfolgend der offizielle Trailer.

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