Um verstorbene Stars trauern verboten?

Bekanntlich ist die Sängerin Whitney Housten am 11. Februar gestorben. Und wie immer, wenn ein Star stirbt, trauern alle mit und bekunden ihr Mitgefühl vorwiegend per Twitter oder Facebook. Bei Sängern werden zudem Songs des verstorbenen rauf und runter gespielt, während die CD-Verkäufe ins Unermessliche steigen. Ja, meist erscheinen selbst nach dem Tod der Stars noch „best of“ Alben.

Genauso zu diesen Abläufen gehören die Vorwürfe, dass man um Menschen trauert, die man gar nicht gekannt hat. Oder, dass es nervt, wenn plötzlich jede Radiostation die Musik des Verstorbenen spielt.

Besonders als Michael Jackson starb war ich betroffen. Ich hörte seine Musik immer sehr gerne und habe mich mit seinem Leben befasst. Natürlich habe ich ihn nicht persönlich (!) gekannt. Doch gekannt habe ich ihn und dann ist es doch völlig normal, dass ich an ihn denke, wenn er stirbt. Wie bei Menschen, die ich persönlich gekannt habe, denke ich auch bei Menschen die ich nicht persönlich gekannt habe, nach ihrem Tod sehr oft an sie. Und dass ich nach dem Tod von Michael Jackson, Steve Lee oder Whitney Housten das Bedürfnis verspüre, ihre Musik zu hören, ist doch völlig natürlich.

Wieso darf man denn nur um jemanden trauern, wenn man ihn persönlich gekannt hat?

In Gedenken an Whitney Housten höre ich zurzeit gerade mein absoluter Lieblingssong von ihr. Ruhe in Frieden Whitney.

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