Mobilität – Ein nicht mehr wegzudenkender Luxus

Wo wären wir heute nur ohne Mobilität. Besonders der Strassenverkehr oder die öffentlichen Verkehrsmittel sind heute nicht mehr wegzudenken. Das Auto beispielsweise bringt uns innert kürzester Zeit von A nach B. Ohne Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln, wäre es undenkbar in ein paar Stunden von Aarau nach Genf zu gelangen. Zu Fuss hätten wir beinahe 48 Stunden ohne Unterbruch, um dann endlich in Genf einzutreffen.

Nun habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie es wohl wäre, wenn wir plötzlich ohne Autos, ohne die öffentlichen Verkehrsmittel etc. auskommen müssten. Heute arbeitet wohl beinahe jeder weiter als fünf Kilometer von seinem Wohnort entfernt. Wenn man bedenkt, dass man zu Fuss alleine für fünf Kilometer bereits eine Stunde einplanen muss, wird es für die Meisten ein Ding der Unmöglichkeit zur Arbeit zu gelangen. Weiter kommt das Einkaufen einer Tortur gleich, ohne die Möglichkeit die Waren mit dem Auto nach Hause zu transportieren. Wobei es in den Läden je länger je weniger Lebensmittel geben würde. Wie sollen denn die Waren in die Verkaufsläden gelangen, ohne Transportmittel? Die Freizeitgestaltung würde ganz schön öde aussehen. Die Vielfalt der Möglichkeiten, wie wir sie heute kennen, würde extrem eingeschränkt. Wie oft bleiben wir in der Umgebung, wenn wir etwas unternehmen? Verunfallte oder Kranke könnten nicht mehr so rasch versorgt werden, was viele Todesopfer zur Folge haben würde. Unsere Lebensqualität würde massiv verringert.

Es hätte jedoch auch positive Seiten. Kriege wären in der Art, wie sie heute leider stattfinden, nicht mehr machbar. Politiker könnten nicht mehr um die ganze Welt reisen, um ergebnislos zu diskutieren. Und auch der Umwelt würde es gut tun, ohne die vielen Abgase. Trotzdem bin ich sehr froh, so mobil zu sein. Und die Probleme der Welt haben ihren Ursprung definitiv nicht in der Möbilität…

Aber es wäre sicherlich interessant zu sehen, was passieren würde, wenn wir, sagen wir mal für zwei Wochen, ohne Mobilität auskommen müssten. Es würde wohl das nackte Chaos ausbrechen und die Menschen würden erkennen, dass sie im Grunde die Gefangenen ihrer eigenen Erfindungen geworden sind. Aber vielleicht würde dieser Luxus, den wir geniessen dürfen, wieder etwas mehr geschätzt.


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