Mitfiebern mit aufopferungsvollen Aarauern

Als Underdog ist der FC Aarau in die Saison gestartet. Man wusste, dass es vermessen wäre, mehr als den Ligaerhalt zu erwarten.

Doch die Aarauer starteten vielversprechend in die Meisterschaft und zeigten der Fussball-Schweiz, dass man sich nicht verstecken will. Die spannendsten und torreichsten Spiele in dieser Saison waren oft jene mit Aarauer Beteiligung. Vorne ist der Aufsteiger immer für ein Tor gut, leider aber auch hinten. Es macht grosse Freude mit den Jungs mit zu fiebern. Ja, es braucht immer wieder Nerven, doch es ist toll, eine Mannschaft zu sehen, welche aufopferungsvoll kämpft, selbstbewusst auftritt und mit absolut jedem Verein der Super League mithalten kann.

Allerdings scheint dies der Fussballgott noch nicht so richtig zu schätzen zu wissen. Besonders in der Rückrunde hatte der FC Aarau oftmals mit Pech zu kämpfen und wurde für kleinere Fehler brutal bestraft. So ein Spiel sah man auch gestern gegen den FC Thun. Eine Stunde lang hatte der FCA alles im Griff. Bis zu diesem Zeitpunkt hätte ich nie im Leben geglaubt, dass dieser FC Thun noch als Sieger aus der Partie hervorgehen würde. Selten war ich mir einem Sieg so sicher, wie dies gestern der Fall war. Doch dann drehten die Berner Oberländer völlig überraschend innert Minuten die Partie. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass die Aarauer mindestens einen Punkt holen würden. Der FC Aarau zeigte sich nämlich von den ärgerlichen Gegentoren keineswegs geschockt. Sofort suchte man den Ausgleich, scheiterte aber zweimal am Pfosten und einmal an einer knappen Schirientscheidung (Offside). Am Ende ging das Spiel 1:4 verloren, ein Resultat, welches den Spielverlauf nie und nimmer widerspiegelt.

Nichts desto Trotz hat die Mannschaft eine gute Partie gezeigt. Die im Winter zu den Aarauern gestossenen Unnerstall, Bulvitis, Radice, Andrist und Gygax wissen zu überzeugen und haben sich enorm schnell in die Mannschaft integriert. Aarau hat bei einer Partie weniger 12 Punkte mehr als das letzte Lausanne. Und was besonders optimistisch stimmt: Die Adler waren in dieser Saison praktisch immer auf Augenhöhe mit dem Gegner. Egal, ob dieser Lausanne, Zürich oder Basel hiess. Dies ist der Mannschaft von René Weiler hoch anzurechnen. Dieser FC Aarau zeigt, was mit Einsatz, Wille und Leidenschaft zu erreichen ist. Unabhängig davon, dass ich ein eingefleischter FCA Fan bin, mag ich Mannschaften mit solchen Tugenden den Erfolg unheimlich gönnen. Niederlagen, wie jene gegen Thun, schmerzen anfangs zwar noch mehr, doch schon bald sehe ich jeweils, was dieses Team leistet.
Wenn es wirklich so sein sollte, dass sich Glück und Pech in einer Saison ausgleichen, dann dürfte das Glückskonto der Aarauer ziemlich voll sein. Ich freue mich auf die hoffentlich baldige Auszahlung :-).

Es macht unheimlich Spass euch zu zuschauen und ich bin extrem Stolz darauf, was dieser Verein mit diesen bescheidenen Mitteln immer wieder leistet. Der FC Aarau hat meinen tiefsten Respekt! Bleibt zu hoffen, dass der FC Aarau mit dem Baubeginn der neuen Heimstätte die längst überfällige Anerkennung erhält.

HOPP AARAU!!!

 

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