Katastrophe von Fukushima – ein Jahr danach

Galileo auf Pro sieben sendete am Sonntag ein Spezial zum Jahrestag von der Nuklearkatastrophe in Fukushima am 11. März. Unter anderem waren die Reporter in Minamisoma. Diese Stadt ist 25 Kilometer vom Atomkraftwerk entfernt. Da ist nichts mehr wie früher. Die Hälfte der Bevölkerung hat das Weite gesucht. 35’000 Menschen sind wegen der Strahlung geflüchtet. Die Strassen sind in der ganzen Stadt Menschenleer. Jene Menschen, die geblieben sind, trauen sich kaum nach draussen.

Mönch Bancho will helfen

Der buddhistische Mönch Bancho jedoch ist nach Minamisoma gezogen. Er will den Menschen rund um Fukushima helfen. Galileo begleitete ihn. Bancho sagt, dass die Sperrzone viel zu klein angesetzt wurde. Es sei fahrlässig, dass nur 25 Kilometer vom Atomkraftwerk Fukushima immer noch Menschen leben dürfen. Bancho hilft den Menschen ihre Häuser zu dekontaminieren und bringt ihnen regelmässig unbelastete Lebensmittel.

Kinder dürfen nicht mehr nach draussen

Die Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr im freien spielen. Seit einem Jahr sind sie nur vom Haus bis zum Auto und vom Auto bis zur Schule unter freiem Himmel. Die Menschen versuchen so ihre Kinder vor der verstrahlten Luft zu schützen. Die Frau, bei welcher Galileo war, sagt, dass sie gerne wegziehen würde, aber dass ihr Haus niemand kaufen würde. Wer kauft denn schon ein Haus in diesem Gebiet? Sie ist mit ihren Kindern quasi gefangen.

Altes Ehepaar will in versuchtem Dorf sterben

Bancho bringt einem alten Ehepaar regelmässig Lebensmittel. Das Ehepaar lebt in einem hochverseuchtem Gebiet. Doch sie wollen und können nicht weg. Die Frau ist krank und sehr schwach. Bancho wird ihnen so lange Lebensmittel vorbei bringen, bis sie sterben. Die beiden wollen auch auf dem Dorffriedhof beerdigt werden.

Dieses Galileo spezial ist sehr eindrücklich und stimmt nachdenklich. Eine Katastrophe, wie sie überall auf der Welt passieren könnte, macht belebte Städte zu Geisterstädten. Eine grosse Region ist verseucht, Menschen verlieren ihre Existenzen, werden krank oder begehen suizid.

Galileo besuchte noch weitere Orte und begab sich sogar in die Sperrzone. Es lohnt sich die Sendung unter folgendem Link anzuschauen:

http://www.prosieben.ch/tv/galileo/videos/ganze-folge/278743-sonntag-galileo-spezial-fukushima-1.3095700/

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.