Interview mit René Herzog über das Stadionprojekt in Aarau

Der FC Aarau wird bald in einem neuen Stadion spielen dürfen. René Herzog ist im Verwaltungsrat der FC Aarau AG und ist da verantwortlich für das neue Stadion im Torfeld Süd. Danger hat ihm ein paar Fragen gestellt. Lesen Sie hier das Exklusiv-Interview.

 

Der Regierungsrat hat alle Beschwerden gegen das neue Stadion im Torfeld Süd abgelehnt. Dies ist eine weitere grosse Hürde, welche das neue Aarauer Fussballstadion genommen hat. Aber durch was kann der Bau noch verzögert werden?

René Herzog: Die Einsprecher können sowohl gegen den Zonenplan (allgem. Nutzungsplan) und den Gestaltungsplan (besonderer Nutzungsplan) den Rechtsweg zur nächsten Instanz (Verwaltungsgericht) beschreiten. Ist dann noch nicht genug gestritten – kann das Bundesgericht angerufen werden.

 

 

Für wie gross halten Sie die Wahrscheinlichkeit, dass die Stadiongegner weiterhin versuchen werden den Stadionbau zu verzögern?

René Herzog:
Da die nächsten Verfahren sehr kostenintensiv werden können, ist zu hoffen, dass die Wahrscheinlichkeit zunehmend kleiner wird. Eine genaue Antwort müssen Sie bei den Einsprechenden abholen!

 


Ab welcher Saison denken Sie, spielt der FC Aarau im neuen Stadion?

René Herzog: Ein realistischer Terminplan kann in etwa so aussehen:

Baubewilligung Mitte 2012

Baubeginn August 2012

Fertigstellung August 2014

Saison 14/15 im neuen Stadion

 

In den letzten Wochen war die Existenz des FC Aarau ernsthaft gefährdet, wegen dem Gerichtsurteil gegen den Verein FC Aarau 1902. Was würde es für das Stadionprojekt bedeuten, falls wieder einmal eine solche Situation auftreten sollte?

René Herzog: Diese Frage ist hypothetisch und kann von mir heute nicht beantwortet werden.

 

Sportlich hatte der FC Aarau unerwartet grosse Mühe in seiner ersten Challenge League Saison. Wegen der Verkleinerung der Challenge League muss der FCA nächste Saison zwingend unter den ersten zehn platziert sein, um nicht abzusteigen. Welche Auswirkungen auf das Stadionprojekt hätte ein Abstieg in die neue 1.Liga Promotion?

René Herzog: Als Realist, aber positiv denkender Mensch glaube ich daran, dass diese Situation nicht eintreffen wird. Probleme haben wir noch immer situativ lösen können und sollen nicht herbeigeredet werden.

        

Kann das Stadion auch finanziert werden, falls der FC Aarau dauerhaft in der Challenge League verbleiben sollte?

René Herzog: Wir sind in Aarau in der glücklichen Lage ein Projekt auf solidem Fundament bauen zu können. Die Stadioneigentümerin (Stadion Aarau AG) erhält gesamthaft rund 0.5 Mio. Miete und Abgaben für Verwaltung und Versicherung. Das können sich Betriebs AG und FC Aarau AG dank der polyvalenten Nutzung des Stadions durch Kunstrasen auch in den Niederungen der Challenge League leisten. Zudem soll ja bekanntlich die zweithöchste Liga einiges attraktiver werden!

 

Ist schon bekannt, ob im neuen Stadion auf Naturrasen oder auf dem ungeliebten Kunstrasen gespielt werden wird?

René Herzog: Ja, es wird einen Kunstrasen geben. Der Standard wird sich in den nächsten Jahren weiter verbessern. Zudem hat diese Variante erhebliche Vorteile auch in Bezug auf die polyvalente Nutzung des Stadions. Und denken Sie an die Wetterverhältnisse über die Wintermonate!

 

Kann der FCA bereits vor dem Einzug in die neue Heimstätte vom neuentstehenden Stadion profitieren?

René Herzog: Für Sponsoren wird ein Club mit einem modernen Stadion viel attraktiver sein. Ich bin überzeugt, dass sich dies nach erfolgtem Baubeginn auch in Aarau auswirken wird!

 

Wie ist nun das weitere Vorgehen?

René Herzog: Der nächste Planungsschritt ist die Bearbeitung der Baugesuchsunterlagen. Vorher wird aber in Bezug auf die sportliche Mantelnutzung noch die Meinung des Souveräns abzuholen sein.

 

Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für das Interview genommen haben!

 

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