Ein Sieg für die Chaoten

Die Disziplinarkommission (DK) der SFL hat entschieden: Die Randale nach dem Spiel FC Aarau – FC Basel kostet den FCB 25’000 Franken und den FC Aarau 40’000 Franken an Bussen. Der FC Aarau kriegt sogar ein halbes Geisterspiel aufgebrummt und verliert damit seit dem 15. Mai 2014 fast 200’000 Franken, wie ich aus verlässlicher Quelle erfahren habe.

Eine Strafe wäre ja ok, wenn der FC Aarau als Veranstalter grobfahrlässig oder gar vorsätzlich Unrecht getan hätte. Aber das ist nicht so. Und aus diesem Grund ist das Urteil der DK ungerecht. Es trifft die Veranstalter die ein Fussballfest über die Bühne bringen wollten und denen eine Handvoll Chaoten einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht haben. Nach diesem Entscheid ist klar: De Chaoten haben gewonnen.

Die Botschaft lautet nämlich: Ihr Chaoten  könnt unseren schönen Fussball kaputt machen wie ihr wollt, im Endeffekt wird ja eh der Veranstalter bestraft. Dieser gibt zwar heute schon hunderttausende von Franken aus, um ein paar Hohlbirnen wie euch auszugrenzen, aber wenn ihr euch mit brutaler und vorsätzlicher Gewalt trotzdem in Szene setzen wollt, werdet ihr sogar in eurem Handeln bestätigt: Man kann unbescholten alles kaputt machen, man kommt ins Fernsehen und bestraft werden letztlich die Veranstalter und das erst noch mehrfach. Super Sache, vielen Dank auch. Man möchte ja gern mal zu einem von euch in die Bude kommen, ein paar mal an den Kopierapparat kicken und das Personal anpöbeln.

Ok, ganz ungestraft kommen die Chaoten ja nicht davon, denn jetzt wird eine politisch gnadenlose Linie gefahren. Wenn dann mal die Verordnungen durch alle Vernehmlassungen und Instanzen durchgebracht wurden, sämtliche Einsprachen bearbeitet und alle Ausnahmeregelungen zu Papier gebracht sind, so in zehn Jahren, dann geht es denen aber sowas von an den Kragen. Die Veranstalter schauen inzwischen, dass ihnen die Bussen und Geisterspiele bis dahin nicht das Genick brechen.

Dabei hat genau genommen alles bereits Anfang der Saison bei der Spielplanerstellung begonnen. Es hätte der SFL schon damals auffallen sollen, dass im Brügglifeld zum Abschluss der Saison nicht Spiele mit Beteiligung von potentiellen Meisterschaftskandidaten stattfinden sollten. Trotzdem setzte man Aarau – GC und Aarau – Basel in den letzten drei Runden an. Am Ende muss der FC Aarau bluten, obwohl er alles in seiner Macht stehende unternommen hat, um Ausschreitungen zu verhindern.

Am ersten Spieltag bleibt nun also der Gästesektor geschlossen. Ob es für die Sicherheit sinnvoll ist die Basler im Aarau-Sektor und vor dem Stadion zu haben, wage ich zu bezweifeln. Aber bei Ausschreitungen kann man ja dann getrost wieder den FC Aarau als Sündenbock missbrauchen.

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