Die spezielle Logik der Swiss Football League

Als erstes natürlich die grosse Freude, dass unser geliebtes Brügglifeld in der Super League zurück ist und wie. Mit einer 4:2 Gala hauten die Aarauer die Nachbarn aus *uzern aus dem Hexenkessel Brügglifeld.

Allerdings gab es vom Verband einige Auflagen, die der FCA erfüllen musste. So wurde zum Beispiel ein sogenannter 0-Sektor eingeführt. Dieser Sektor ist eigens für das Fernsehen eingerichtet worden. In diesem Sektor befand sich letztendlich aber gerade mal eine Kamera. Ja, gut okay, gibt schlimmeres. Wenn da nicht einige Folgen daraus entstünden die bei mir ein chronisches Kopfschütteln ausgelöst haben (Ich bin es übrigens immer noch nicht los geworden, was das Schreiben erheblich erschwert…).

Sofern ich das richtig interpretiere, entstand durch diesen 0-Sektor der neue Heimsektor, welcher nun abgetrennt vom Tribünensektor besteht. In diesem Heimsektor werden nun etwas über 5000 Zuschauer reingelassen. Diese Neuerung führte dazu, dass auf der Bachseite ein kleiner Eingang etwas vergrössert werden musste und zum neuen Haupteingang ernannt wurde. Eine zweite Möglichkeit zum Eintritt besteht auf der Kebaseite, direkt neben dem Gästeblock.

Die beiden Eingänge sind relativ klein und bieten einerseits wenig Platz (Bachseite) und anderseits ein gewisses Gefahrenpotential (Eingang neben Gästesektor). Hingegen geniessen die Besucher der Tribüne und der 500 Stehplatzbesucher neben der Tribüne zwei grosse Eingänge mit viel Raum. Bloss müssen in diesem Sektor nur rund 1800 Zuschauer untergebracht werden.

Hinter der Tribüne bestand bisher zudem das grösste Cateringangebot. Zuschauer von der Gegengerade oder von  hinter dem Tor verpflegten sich oft bei diesen Ständen. Nun aber geht das wegen der Sektorentrennung natürlich nicht mehr und so wurden hinter dem Hügel bei der Gegengeraden Verpfelgungsstände platziert. Klar kommt es da jetzt einerseits zu längeren Wartezeiten, und andererseits müssen die Zuschauer den Hügel überwinden, um an Getränke oder Essen zu gelangen. Im Sommer bei Sonnenschein kein unzumutbarer Zustand. Im Winter oder bei Regen ist die Sicherheit aber alles andere als gewährleistet.

Wenn ich mich nun daran erinnere, mit welcher Begründung die SFL diese Neuerungen rechtfertigte, zweifle ich ernsthaft am gesunden Menschenverstand dieser Herren. Denn eigentlich sollten diese Massnahmen die Sicherheit der Zuschauer erhöhen!

Wenn der SFL tatsächlich die Sicherheit und zusätzlich die Zufriedenheit der Fans am Herzen liegt, dann sollten sie Grösse zeigen und diese Auflagen nochmal überdenken. In der Theorie mag das Konzept vielleicht noch knapp aufgehen, in der Praxis tut es dies aber definitiv nicht! Und am Ende muss auch noch der FC Aarau die Kritik einstecken…

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