Dem Fussballfan blutet das Herz

Am Donnerstagabend nach dem Spiel des FC Aarau gegen den FC Basel ist es leider zu wüsten Szenen gekommen. Basler Chaoten stürmten das Feld und griffen die Aarau Fans an. Es tut mir im Herzen weh, dass solche Idioten sovieles zerstören können. Fussball ist eine so tolle Sache. Ich geniesse es immer sehr meinen FC Aarau unterstützen zu können. In unserem Grüppchen ganz oben im Fanblock haben wir schon viele schöne, emotionale, intensive und spannende Zeiten erlebt. Ein, zwei Bierchen trinken, über Gott und die Welt diskutieren und dabei dem FC Aarau zujubeln – das ist für mich der perfekte Ausgleich zum gestressten Alltag.

Wenn dann ein paar vermummte Holzköpfe (wobei dieser Ausdruck eigentlich ja eine Beleidigung für das Holz darstellt) nichts besseres zu tun haben, als Krawall zu machen, dann kommt in mir eine grosse Wut auf. Meine Welt, meine grosse Leidenschaft ist in Gefahr. Wie oft habe ich bei Nicht-Fussballfans schon argumentiert, dass die Medien gerne alles aufbauschen. Wenn dann solche Sachen passieren und mir selbst eine Fackel am Kopf vorbei fliegt, dann bin ich mit meinen Kräften am Ende.

Ich mag mich kaum an ähnliche Szenen erinnern, welche ich erlebt habe in meiner 20-jährigen Fankarriere. Es ist also sicherlich nicht richtig, nun gleich alles in Frage zu stellen. Ich hoffe auf gute Massnahmen, welche die wahren Parasiten entlarven und zur Rechenschaft ziehen können. Wie wäre es, wenn man die Chaoten mit Farbe markiert? Ein Verschwinden in der Masse wäre wesentlich schwieriger.

Wenn allerdings wieder Massnahmen ergriffen werden, welche die wahren Fans zusätzlich bestrafen, haben die Chaoten nur noch mehr Schaden anrichten können.

Wie unmenschlich das Leben sein kann, habe ich leider am Donnerstagabend und am Freitagmorgen (in einem anderen Zusammenhang) stark spüren müssen. Mich macht das traurig und ich frage mich, warum es nicht möglich zu sein scheint, fair und korrekt miteinander umgehen zu können…

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